Workshop: Understand and translate patents (English into German)

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patent translation

Patent Translators: This is a key event for ambitious technical translators in the EN/DE language pair: 2 days of hands-on work on patent translations with Prof. Peter A. Schmitt. Translations will be into German, but the event will be very valuable for native English speakers too.

Date:

13.09.2019, 10:00 – 17:00 Uhr & 14.09.2019, 10:00 – 17:00 Uhr

Patentschriften verstehen und übersetzen. Praktische Anleitungen und Übersetzungshilfen für technische ÜbersetzerInnen (EN>DE)

Patentschriften sind die anspruchsvollste Textsorte für technische ÜbersetzerInnen. Zum einen sind es technische Texte, denn es geht um innovative technische Sachverhalte, zum andern sind es juristische Texte, an deren Interpretation mitunter internationale Rechtsstreitigkeiten um Millionenbeträge hängen. Diese Kombination macht das Übersetzen von Patentschriften spannend, kreativ – und schwierig. Patentschriften sind zwar charakterisiert durch gewisse Standardphrasen mit festgelegten Äquivalenten, aber das ändert nichts daran, dass man die jeweilige Erfindung zunächst verstehen und den zugrundeliegenden Sachverhalt begreifen muss, um den Text skoposadäquat übersetzen zu können. Hierzu muss man die Schrift ganzheitlich rezipieren, einschließlich etwaiger technischer Zeichnungen. Für technikaffine ÜbersetzerInnen sind Patentschriften der Höhepunkt ihres Schaffens.

Veranstaltungsort:

Bildungshaus St. Ursula

Trommsdorffstraße 29

99084 Erfurt

Veranstalter:

BDÜ Landesverband Thüringen

Referent:

Prof. Dr. Peter A. Schmitt, Diplom-Übersetzer

Anmeldung:

http://seminare.bdue.de/4184

Zielgruppe:

Ambitionierte ÜbersetzerInnen mit Berufserfahrung und Technikverständnis, die Übersetzungskompetenz im Patentwesen erwerben oder erweitern möchten.

Sprachrichtung:

Englisch > Deutsch

Voraussetzungen:

Praktische Berufserfahrung als technische ÜbersetzerIn, Verstehen von technischen und/oder juristischen Sachverhalten, Kenntnis des Patentrechts zumindest auf dem Niveau des Wikipedia-Eintrags „Patentrecht“.

Methode:

Praktischer 2-tägiger Workshop, flankiert durch Lehrmaterial, das auf einer e-Learning-Plattform zum Download bereitgestellt wird.

Inhalt:

Die TN erhalten vor dem Workshop einen Link zur e-Learning-Plattform mit Informationsmaterial, darunter diverse typische Patentschriften, sowie eine engl. Patentschrift zum Übersetzen ins Dt. als Vorbereitung. Exemplarische Übersetzungen der TN, die rechtzeitig vor der Veranstaltung eingeschickt wurden, werden im Workshop (anonym) über die Projektion präsentiert, diskutiert, editiert und zu einem gemeinsamen Zieltext assembliert. Dabei werden folgende Aspekte behandelt:

  • Arbeitsmarkt für PatentübersetzerInnen
  • Relevanz des Auftraggebers für die Übersetzungsstrategie
  • Juristische Relevanz von Präzision und absichtlicher Vagheit der Formulierung
  • Textsortentypische Standardformulierungen im Dt. und Engl.
  • Verständlichkeit und Adäquatheit
  • Unmöglichkeit, Patentansprüche zu übersetzen, ohne die gesamte Schrift zu kennen
  • Relevanz der Abbildungen für das Verständnis und das Formulieren
  • Lesen technischer Zeichnungen
  • Effiziente Recherche zu Sachverhalten und Terminologie

Über den Referenten

Peter A. Schmitt

Prof. Dr. Peter A. Schmitt ist seit vierzig Jahren haupt- und nebenberuflich als technischer Übersetzer und Terminologe tätig.

Nach einer dreijährigen Ausbildung bei der Technischen Truppe und einem vierjährigen Übersetzerstudium am FASK in Germersheim arbeitete er zunächst sechs Jahre fest angestellt als technischer Übersetzer in einem deutsch-amerikanischen Ingenieurunternehmen, in dem Patente ein wesentliche Rolle spielten. Es folgten 17 Jahre Lehre auf den Gebieten technisches Übersetzen (einschließlich Übersetzen von Patentschriften), Terminographie und Übersetzungswissenschaft am FASK der Universität Mainz in Germersheim, danach die Tätigkeit als Universitätsprofessor für Sprach- und Übersetzungswissenschaft (Englisch) mit ähnlichen Schwerpunkten in Forschung und Lehre am Institut für Angewandte Linguistik und Translatologie der Universität Leipzig.

Seit 2016 ist er im Ruhestand, aber nach wie vor selbstständig tätig.

Er ist Mitglied in den Berufsverbänden BDÜ, Tekom, SAE und VDI; er ist BDÜ-Bundesreferent für Übersetzungswissenschaft, und über viele Jahre war er Vizepräsident der CIUTI und Obmann im DIN.

Zu seinen über 140 Publikationen mit den Schwerpunkten technisches Übersetzen und Terminographie gehören auch technische Fachwörterbücher. Bestseller sind das Handbuch technisches Übersetzen im BDÜ-Fachverlag, und bei Langenscheidt das Kompaktwörterbuch Technik englisch/deutsch sowie das große Online-Fachwörterbuch Technik englisch/deutsch.

Siehe auch: www.paschmitt.eu und www.schmitt-translate.com

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