3 KPIs, die Sie neben Umsatz und Neukunden in Ihren Case Studies als Kundenerfolg zeigen können

Viele denken bei KPIs hauptsächlich an Umsatzwachstum und die Anzahl neuer Kunden. Das sind in der Tat super Kennzahlen, aber was mache ich, wenn ich diese Zahlen nicht habe? Wie kann ich dann trotzdem effektive Erfolgszahlen in meiner Case Study darstellen?

Schauen wir uns beispielhaft 3 mögliche Kennzahlen an, die Sie bei Ihren Case Studies als Kundenerfolg zeigen können.

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⏰ KPI 1: Zeiteinsparung

Die erste mögliche Kennzahl neben Umsatz und Neukunden ist Zeit.

Zum Beispiel hat der Kunde im Laufe des Projekts Zeit eingespart:

  • Durch schlankere Prozesse oder

  • Durch Standardisierung von Abläufen oder

  • Durch die Implementierung von Hardware oder Software, die es erlaubt, bestimmte Arbeitsabläufe schneller zu machen 

Diese schnelleren Arbeitsabläufe und schlankeren Prozesse, die sind dem Kunden nicht immer bewusst, und vor allem nicht zahlenmäßig.

Und das kann man jetzt in einem Interview gemeinsam herausarbeiten und zum Beispiel ganz gezielt den Kunden fragen:

  1. "Lieber Kunde, dank unserer Plattform kannst du jetzt bei deinem Magazin die Artikel viel schneller publizieren, weil du die Bilder alle zentral in einer Datenbank hast und da auch schon die Rechte dahinter liegen. Das geht jetzt viel schneller als vorher, oder?"

  2. Dann sagt der Kunde: "Ja, stimmt, das geht jetzt schneller."

  3. Und dann können Sie tiefer graben: "Ja, dann überleg doch bitte mal, wie viel schneller geht das? Kannst du mir ungefähr sagen, wie lange hat das vorher gedauert, bis ihr ein Bild fertig hattet?"

  4. Und dann überlegt der Kunde zum Beispiel und sagt: "Ja, das hat, das hat bestimmt auch mal eine Stunde oder zwei Stunden gedauert."

  5. "Und jetzt mit der neuen Lösung, wie schnell geht denn das jetzt?

  6.  Und dann sagt der Kunde: "Das dauert jetzt nur noch drei Minuten."

Und diese beiden Zahlen - vorher und nachher - können Sie jetzt nehmen und sagen:

  • Es gibt eine Verschnellerung oder eine Zeiteinsparung um soundso viel Prozent.

  • Oder, das Einfügen eines Bildes geht jetzt soundso vielfach schneller, zehnfach schneller, 15-fach fach schneller...

  • Oder es gibt eine Zeiteinsparung um so und so viel Prozent.

Das heißt, Sie können die Zeitangaben umrechnen und als Kennzahl für diese Case Study verwenden, um zu zeigen, wie viel schneller ein bestimmter Arbeitsablauf jetzt ist.

💰 KPI 2: Personal(kosten)

Die zweite Kennzahl, die oft mit KPI 1 zusammenhängt, ist das Personal bzw. die Personalkosten. Dadurch, dass der Kunde bestimmte Prozesse verschlankt oder verschnellert hat, können Mitarbeiter in der gleichen Zeit mehr schaffen.

Jetzt geht es meistens nicht darum zu sagen, wir konnten dann soundsoviel Mitarbeiter entlassen. Das ist in der Case Study nicht so der Erfolgsfaktor, den man da so unbedingt sehen möchte...

Sondern es geht oftmals darum, es müssen nicht mehr Mitarbeiter eingestellt werden. Der Kunde kann wachsen, kann mehr produzieren, wie zum Beispiel mehr Zeitschriften. Aber dafür braucht der Kunde jetzt nicht mehr Mitarbeiter einzustellen, die er sonst gebraucht hätte. Er spart sozusagen an zukünftigen Personalkosten.

Und das kann man mit dem Kunden gemeinsam auch quantifizieren. Also fragen: "Wie viele Mitarbeiter hättet ihr denn wahrscheinlich in Zukunft einstellen müssen?"

Und dadurch, dass das Verfahren jetzt schneller geht, werden diese Mitarbeiter, die man sonst hätte einstellen müssen, eingespart. Auch das kann man dann in der Case Study als Kennzahl darstellen.

📈 KPI 3: Produktivität

Und die dritte Kennzahl hängt auch wieder mit den Kennzahlen 1 und 2 zusammen: eine höhere Produktivität.

Also dadurch, dass Prozesse schneller und schlanker geworden sind, kann der Kunde in der gleichen Zeit ja mehr produzieren. Bleiben wir beim Beispiel der Zeitschriften: Der Kunde kann in der gleichen Zeit mehr Zeitschriften produzieren und drucken.

Auch das können Sie im Interview dann gezielt besprechen und sagen: "Okay, wie viel mehr Zeitschriften werdet ihr denn veröffentlichen, mit den gleichen Ressourcen, mit den gleichen Kosten?" Und das können Sie dann in eine erhöhte Produktivität umrechnen.

Und auch diese Produktivität können Sie natürlich dann zahlenmäßig als KPI darstellen.

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